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    <title>Wau Holland Stiftung</title>
    <description>Wau Holland Stiftung</description>
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    <pubDate>Sun, 20 Sep 2026 13:27:16 +0000</pubDate>
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        <title>Italienisches Hacker-Kollektiv per US-Dekret zu Terroristen erklärt</title>
        <description>Am 26. August 2026 hat die US-Administration ([State Department](https://www.state.gov/releases/office-of-the-spokesperson/2026/08/designation-of-autistici-inventati-as-a-specially-designated-global-terrorist) und [Finanzministerium](https://home.treasury.gov/news/press-releases/sb0616/) das italienische Hacker-Kollektiv [Autistici/Inventati](https://en.wikipedia.org/wiki/Autistici/Inventati) als Terror-Organisation eingestuft und mit Sanktionen belegt. Autistici/Inventati stellt kostenlos Kommunikationsdienste (Blogs, EMail,...) im Internet für andere linke Aktivistengruppen (z.B. aus dem Antifa-Umfeld) bereit.

Die ausserrechtlichen Massnahmen der US-Regierung verpflichten amerikanische Firmen und Privatpersonen, wirtschaftliche Kontakte zum Kollektiv wie Kundenbeziehungen oder Zuwendungen bis zum 25. September 2026 einzustellen. Innerhalb kürzester Zeit hat PayPal das Spendenkonto gesperrt (die WHS war davon [selbst auch schon betroffen](https://wauland.de/de/101207.html)) und der .org-Registrar (PIR) hat den DNS-Eintrag gesperrt. Zehntausende Blogs und EMail-Postfächer von linken Gruppen waren weltweit zeitweise schwer erreichbar.

In gewissem Sinne ist Autistici/Inventati ein Kollateralschaden des amerikanischen &quot;War on Antifa&quot;, der von der US-Regierung in den USA und zunehmend auch in Europa geführt wird. Da Autistici/Inventati ein wichtiges Standbein der Antifa-Bewegung ist, werden durch das Ausschalten nur eines Providers sehr viele Antifa-Gruppen isoliert und von ihrer Kommunikation abgeschnitten. Dass das Kollektiv in einem Land sitzt, dessen rechte Regierung sich selbst als &quot;Anti-Anitfaschistisch&quot; definiert, war ein Glücksfall für die USA, da keine offiziellen Proteste zu erwarten sind - im Gegenteil.

Auch wenn die Anordnungen der US-Regierung nur für die US-Jurisdiktion bindend sind, folgen Unternehmen und Banken in Europa im vorauseilendem Gehorsam diesen Anordnungen, um ihre US-Geschäfte und -Interessen nicht zu gefährden (sogenanntes &quot;De-Risking&quot;). So hat die Banca Etica (was für eine Ironie!) das Konto von Autistici/Inventati eingefroren und die Gruppe damit finanztechnisch handlungsunfähig gemacht.

Die Wau-Holland-Stiftung setzt sich für Informationsfreiheit und informationelle Selbstbestimmung ein und hält Dienste für unverzichtbar, denen die Anonymität und uneingeschränkte Kommunikation der Nutzer wichtiger ist als der Profit, der sich aus der hemmungslosen Ausbeutung von Nutzeraktivitäten schlagen lässt.  Aus diesem Grund wird die WHS daran arbeiten, technische, rechtliche und politische (Aus-)Wege zu erkunden.

Was den Fall bedeutsam macht, ist die Tatsache, dass bisher noch nie digitale Kommunikations-Infrastruktur als &quot;materielle Unterstützung von Terrorismus&quot; eingestuft wurde - aus eigentlich gutem Grund: die Abgrenzung zu anerkannt legalen Kommunikations-Dienstleistern wird nicht mehr argumentierbar. Wenn Terroristen mit Smartphone über die Infrastruktur der deutschen Telekom kommunizieren - macht das dann die Telekom nicht auch zum Terrorismus-Unterstützer?

Im übrigen könnte man sich die Frage stellen, warum statt das italienische Autistici/Inventati nicht das weitgehend US-Regierungs-finanzierte Tor-Netzwerk mit Sanktionen belegt wird. Die Argumente wären doch die gleichen: Auf jeder anonymen Plattform finden sich schwarze Schafe, wenn man nur genau hinsieht - nur **wer** das ist, hängt von der eigenen Definition des &quot;schwarzen Schafes&quot; ab.
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        <pubDate>Fri, 28 Aug 2026 12:43:00 +0000</pubDate>
        <link>https://www.wauland.de/de/news/2026/08/italienisches-hacker-kollektiv-per-us-dekret-zu-terroristen-erklart/</link>
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        <category>03</category>
        
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        <title>WHS finanziert Rechtskosten gegen die EU-Sanktion eines deutschen Journalisten</title>
        <description>Mit dem [17. EU-Sanktionspaket](https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:02024R2642-20260615&amp;qid=1787071209768) (siehe Seite 29, Punkt 20) wurde der in Berlin mit seiner Familie lebende und arbeitende deutsche Staatsbürger und Journalist Hüseyin Doğru im Mai 2025 wegen des Vorwurfs der &quot;koordinierten Informationsmanipulation&quot; sanktioniert - ohne rechtliches Gehör, alleine auf Grund eines Beschlusses des EU-Ministerrats. Das heißt konkret: Bis auf 506 €/Monat wurde sein Konto gesperrt, und er darf weder einer Erwerbsarbeit nachgehen noch die deutsche Grenze überschreiten.

Außer der deutschen Staatsbürgerschaft hat er keine weitere. Damit hat die EU einen Präzedenzfall geschaffen: Erstmalig wurde ein EU-Bürger sanktioniert, der auch in der EU lebt [1]. 

Die Wau-Holland-Stiftung hält Hüseyin Doğru für einen politisch Verfolgten. Wir haben beschlossen, die Kosten für seine Gegenwehr vor den europäischen Gerichten (EuG, EuGH, EGMR) zu übernehmen. Dafür muss die Bundesbank jede einzelne Anwalts- bzw. Verfahrensrechnung prüfen und es uns gestatten, diese für ihn zu begleichen. Zu diesem Zweck wurde der Bundesbank Mitte Juli eine [Absichtserklärung](https://www.wauland.de/media/loi_dohru_20260709.pdf) übermittelt.

Spenden für die Verteidigung von Hüseyin Doğru bitte an den Projektbereich 07 (Zivilcourage) unter dem Stichwort &quot;Dogru&quot;.

* [Website der Kampagne](https://free-dogru.com) für seine Ent-Sanktionierung
* Eine politische und rechtliche Einordnung des Falles Doğru vom Erhard-Eppler-Kreis [erklärt den Sachverhalt ausführlich](https://erhardepplerkreis.substack.com/p/eine-belastungsprobe-fur-den-rechtsstaat)
* ZDF-aspekte vom 12.6.2026 [berichtet 9 Minuten über seinen Fall](https://www.zdf.de/play/reportagen/aspekte-106/meinungsfreiheit-zensur-debatte-100)

---
&lt;small&gt;[1] *Der letzte &quot;Geächtete&quot; war [Georg Forster](https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Forster) im Jahr 1793 wegen “Zusammenarbeit mit den Pariser Revolutionären&quot; durch Kaiser Franz II.*&lt;/small&gt;
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        <pubDate>Tue, 18 Aug 2026 14:48:24 +0000</pubDate>
        <link>https://www.wauland.de/de/news/2026/08/huseyin-dogru/</link>
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        <category>07</category>
        
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        <title>10. OpenPGP EMail Summit</title>
        <description>In Dietzenbach fand vom 26. bis 29. März 2026 auf Einladung der Wau-Holland-Stiftung der zehnte OpenPGP EMail Summit statt, auf dem OpenPGP-Entwickler aus Europa zu einem Erfahrungsaustausch und für Diskussionen über die Zukunft von OpenPGP physisch und virtuell zusammen kamen. Ein besonderer Dank geht an Patrick Brunschwieg für die Organisation des Meetings und an Kai Engert für die Bereitstellung der Audio-Infrastruktur.

Im Mittelpunkt der Diskussionen standen vor allem die Unterstützung von PQC (Post-Quantum Cryptography) sowie vorgeschlagene Vereinfachungen im User Interface für EMail-Clients (MUA) - zum Beispiel für das Handling von Signaturen, die automatische Schlüsselauswahl und vieles andere mehr.

Als Abschluss des Summits wurden am Hacking Day frische Ideen sogleich umgesetzt und getestet.

Auch im nächsten Jahr wird der OpenPGP EMail Summit wieder von der Wau-Holland-Stiftung gefördert und in Dietzenbach stattfinden.
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        <pubDate>Tue, 31 Mar 2026 09:30:38 +0000</pubDate>
        <link>https://www.wauland.de/de/news/2026/03/10-openpgp-email-summit/</link>
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        <category>06</category>
        
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        <title>Chaotischer Catalysator Stipendium</title>
        <description>Im Kontext des Projektbereichs [Alpha-BIT-isierung](https://wauland.de/de/projects/alpha-bit-isation/) finanziert die Wau-Holland-Stiftung das Chaotischer Catalysator Stipendium (CCS) für die Bewerbungsrunde im Wintersemester 2025/2026. Das Programm vergibt pro Semester [jeweils 1.500 € an vier ausgewählte Masterarbeiten](https://chaos-stipendien.de/publication/page/1/), um &quot;die Forschung zu Technologien mit gesellschaftlichem Weitblick&quot; zu fördern. Neben der finanziellen Unterstützung erhalten die ausgewählten Universitätsstudenten und -Studentinnen auch Mentoring und Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit.

In der Vergangenheit wurden die Mittel für das Programm vom Chaos Computer Club e.V. zur Verfügung gestellt. Alle Informationen und Bewerbungsunterlagen sind unter [https://chaos-stipendien.de/](https://chaos-stipendien.de/) zu finden.
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        <pubDate>Sun, 23 Nov 2025 13:19:26 +0000</pubDate>
        <link>https://www.wauland.de/de/news/2025/11/chaotischer-catalysator-stipendium/</link>
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        <title>Genetischer Datenschutz</title>
        <description>Im Kontext des Projektbereichs 6: Informationelle Selbstbestimmung [[1](https://wauland.de/de/projects/informational-self-determination/)] unterstützte die Wau-Holland-Stiftung (WHS) das Gen-ethische Netzwerk e.V. im Jahr 2020 bei der Überarbeitung und dem Druck einer Beratungsbroschüre [[2](https://www.gen-ethisches-netzwerk.de/maerz-2020/update-unserer-kostenlosen-rechtsberatung)] zum Thema polizeilicher Zugriff auf DNA-Daten [[3](https://www.gen-ethisches-netzwerk.de/gene-und-genome/polizeiliche-dna-analyse)]. In den Jahren 2025/2026 unterstützen wir sie erneut bei der Vorbereitung einer Online-Kampagne zum gleichen Thema.

Das **Gen-ethische Netzwerk (GeN)** ist ein spendenfinanzierter Verein [[4](https://www.gen-ethisches-netzwerk.de/ueber-uns)], &quot;der Wissen zu Bio-, Gen- und Fortpflanzungstechnologien für die interessierte Öffentlichkeit aufbereitet. In Zusammenarbeit mit feministischen und ökologischen Bewegungen ermöglichen wir differenzierte Debatten, die die gesellschaftlichen Auswirkungen dieser Technologien ins Zentrum stellen.&quot; Sie argumentieren, dass: &quot;die Verwendung von DNA durch staatliche Behörden.. \[bedeutet] jedoch gravierende Eingriffe in das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung von immer mehr Menschen&quot; [[5](https://www.gen-ethisches-netzwerk.de/biobanken-und-big-data/polizeiliche-dna-analyse/262/genetische-ueberwachung)]. Wie sie in ihrem Jahresbericht 2021 [[6](https://shop.gen-ethisches-netzwerk.de/broschuere/94-jahresbericht-2021.html)] schrieben:

&quot;_Genetische Daten sind hochsensibel und beinhalten nicht nur individuelle Informationen über die Person, deren DNA analysiert wird, sondern auch über deren nahe Verwandte. Das GeN ist eine der (leider!) sehr wenigen Organisationen im deutschsprachigen Bereich, die sich aus einer zivilgesellschaftlichen Perspektive mit dem Schutz genetischer Daten beschäftigen. Und das, obwohl das Thema durch die wachsenden Datensammlungen kommerzieller Gentestanbieter, großer Forschungsdatenbanken und die Ausweitung von polizeilichen DNA-Analysemöglichkeiten immer brisanter wird. Den Werbeversprechen von Firmen, die Gentests für die Analyse von Abstammung und Gesundheitsvorhersagen anbieten, konnten wir in diversen Medienbeiträgen Datenschutz- und wissenschaftliche Argumente entgegensetzen. Des Weiteren stand für das GeN 2021 die Ausweitung der Analysebefugnisse von DNA-Spuren durch die Polizei in der Schweiz im Fokus. Und wir nahmen den Umgang mit Minderheiten in forensischen DNA-Datenbanken in den Blick_.&quot;

Wer sich näher mit diesem Thema befassen möchte: dem empfiehlt GeN [[7](https://www.gen-ethisches-netzwerk.de/264/weitere-buecher)] das Buch „Law, Practice and Politics of Forensic DNA Profiling“ (2022) von Victor Toom, Matthias Wienroth und Amade M’charekv [[8](https://www.taylorfrancis.com/books/edit/10.4324/9780429322358/law-practice-politics-forensic-dna-profiling-victor-toom-matthias-wienroth-amade-charek)]. &quot;Ihre Texte thematisieren wissenschaftliche und technologische Entwicklungen sowie deren politische, ethische, soziale und rechtliche Dimensionen.&quot;

\[1] &lt;https://wauland.de/de/projects/informational-self-determination/&gt;

\[2] &lt;https://www.gen-ethisches-netzwerk.de/maerz-2020/update-unserer-kostenlosen-rechtsberatung&gt;

\[3] &lt;https://www.gen-ethisches-netzwerk.de/gene-und-genome/polizeiliche-dna-analyse&gt;

\[4] &lt;https://www.gen-ethisches-netzwerk.de/ueber-uns&gt;

\[5] &lt;https://www.gen-ethisches-netzwerk.de/biobanken-und-big-data/polizeiliche-dna-analyse/262/genetische-ueberwachung&gt;

\[6] &lt;https://shop.gen-ethisches-netzwerk.de/broschuere/94-jahresbericht-2021.html&gt;

\[7] &lt;https://www.gen-ethisches-netzwerk.de/264/weitere-buecher&gt;

\[8] &lt;https://www.taylorfrancis.com/books/edit/10.4324/9780429322358/law-practice-politics-forensic-dna-profiling-victor-toom-matthias-wienroth-amade-charek&gt;
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        <pubDate>Mon, 01 Sep 2025 10:31:33 +0000</pubDate>
        <link>https://www.wauland.de/de/news/2025/09/genetischer-datenschutz/</link>
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