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Eine Elektronische Biographie

Zahlreiche Bild- und Tondokumente, wie auch Texte von und über den Datenphilosophen Wau Holland zeigen, dass er in den vergangenen 30 Jahren bis zu seinem Tod am 29. Juli 2001 im Licht der Öffentlichkeit der Bundesrepublik Deutschland stand.

Der Mensch im Spannungsfeld gegenüber:
Neuer Technik, Neuen Medien, Überwachungstechnologien, den Chancen und Risiken moderner Datenverarbeitung, standen ganz oben auf der langen Liste seiner Vorträge und auch seiner Mahnungen.

Demgegenüber entwickelte er Konzepte, wie die Ethik von Hackern, schuf Grundsätze für den Verbraucherschutz und die Verbraucherberatung in einer digitalisierten Welt und erkannte die Freude junger Menschen am Erlernen und dem Umgang mit Neuer Technik; er vermittelte ihnen auch, die gesellschaftlichen Dimensionen dieser Technik zu erkennen.

Wau Holland hat u.a. maßgeblich durch die Gründung des Chaos-Computer-Clubs im Jahr 1982 den Weg vor allem deutscher "Hacker" in die Legalität und gesellschaftliche Verantwortung begleitet und mitbestimmt.

Sicher war er als Person des politischen Lebens nicht vergleichbar mit z.B. Bundeskanzler Willy Brandt, aber er war doch einer der Menschen, die wesentliche Teile der Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland vor und auch nach der Wiedervereinigung mit geprägt haben und damit unbestritten von historischer Wichtigkeit.

Wir möchten, ähnlich wie die Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung für Willy Brandt, die Erinnerung an ihn wach halten, in dem wir eine Internet-Biographie bzw. ein Archiv seiner Schaffenskraft aufbauen und der Öffentlichkeit zur Nutzung zu Verfügung stellen.
Zahllose Dokumente Wau Hollands Schaffenskraft lagern noch ungesichtet in Kellern in Guxhagen, in Berlin, in Marburg und in Jena.

Wir wollen auf den Erinnerungsseiten www.wauland.de eine Elektronische Biographie Wau Hollands interaktiv mit all denen, die ihn gekannt und geschätzt haben entwickeln.
Sicher werden Sie verstehen, dass eine solche Biographie nicht von heute auf morgen komplett ist.... und wahrscheinlich niemals komplett sein wird. Wir werden uns über Ihre Beiträge freuen.

(Text: Ursel Reichhardt)